Was ist Freiheit?

Das ist eine Frage, die ich mir immer wieder stelle und welche ich in dieser Installation untersucht habe.

Bei meiner Recherche in meinen eigenen Gefühlen, wurde mir klar das Freiheit aus vielen einzelnen Faktoren besteht. Bezogen habe ich mich aber nur auf die eigene geistige Freiheit in seinem Handeln und nicht auf eine physische Freiheit.

Dabei wird der Aspekt MICROPARTY, eine Party mit mehreren Locations wieder aufgegriffen.

Freiheit besteht für mich aus dem Verhältnis zur Gesellschaft, seinem eigenen Geist, seinen Emotionen und wie sehr man auf seinem eigenen Weg ist und sich selber folgt.

Dieses habe ich in mehreren Videos untersucht, welche in der Installation Performativ und den Betrachter Integrierend präsentiert werden.

Der Einbezug des Betrachters in die Installation, war mir besonders wichtig, da es mir nicht nur darum ging meinen eigenen Weg zur Freiheit oder was Freiheit für mich bedeutet zu präsentieren, sondern den Betrachter durch das direkte einbeziehen, seine eigene Freiheit erforschen lassen will und gleichzeitig auch seine eigene Freiheit zu hinterfragen.

Begleitet wird die Installation mit vorgelesenen eigenen “Tagebuch” einträgen, welche zum Teil ein wenig verändert wurden und sich mit meiner eigenen Freiheit befassen, welches dieses ein sehr sehr persönliches Projekt macht, da ich mir selber nie vorgestellt hätte diese an irgendeinem Punkt Leuten vorzulesen.



 

DIE LEUTE IM FERNSEHEN

Beginnend beim ersten Video, einer Videoskulptur, welche bei meiner Facharbeit entstanden ist, beginnt die Installation mit Leuten, welche Augenscheinlich frei sind. Dieses soll der erste Denkanstoß geben, das man nicht immer, vor allem in sich selber, so frei ist wie es scheint.

Zudem wird einem oft ein anderes Bild vorgelebt, welches einen selber persönlich unter Druck setzt.


 

GEIST

Die Augenscheinliche Freiheit, welcher hier eng mit der Natur verbunden wird und einer Vorstellung des Himmels, begleitet von dem Lied “Oh, Lovely Appearance Of Death”, von Efdemin, stellt die Frage auf, ob wir jemals Frei sein können oder ob der Tod der einzige Weg ist unseren Geist und uns selber in eine absolute Freiheit zu leiten.

Dabei wird der Betrachter in seiner Freiheit und Natur durch eine Abgrenzung blockier und eingeschränkt und befindet sich somit nur Augenscheinlich in Freiheit.


 

EMOTIONEN

Social Media. 

Interessiert es irgendjemandem wie es uns geht, selbst wenn wir es deutlich machen, dass es einem nicht gut geht.

Will nicht jeder ein perfektes Bild darstellen und präsentiert sich meist nur nach gewissen Vorstellungen, welche von anderen Personen vermittelt werden?

Eine versuchte Befreiung von diesen Fesseln, durch das Lauteste was ein Mensch von sich geben kann.

Dabei vermittelt das Schreien, berichtet aus meiner eigenen Perspektive, ein sehr unangenehmes Gefühl. Doch genau darum geht es. Im Gegensatz zu den Personen im Sozialen Netz oder in diesem Fall auf der Straße, ist der Betrachter gezwungen das Schreien aushalten und kann nicht fliehen und zwingt diesen sich damit zu befassen.

Ist alleine schon schreien Freiheit?


 

FOLGE MIR/DIR

Wie weit werden wir von anderen Menschen in unserer Freiheit eingeschränkt und wie weit lassen wir uns selber einschränken?

Der Betrachter wird direkt angesprochen und gleichzeitig Kontrolliert. Die stärkste Einschränkung in seiner eigenen Freiheit. Von dieser Absoluten Kontrolle, welche der Betrachter jede Sekunde durchbrechen könnte und Kontrolle über seine eigene Entscheidung erlangen könnte, geht es zur Musik.

Die Musik leitet einen zwar an, doch hat man die komplette Kontrolle und Freiheit über seinen Körper, wie dieser sich zur Musik bewegt.

Musik stellt persönlich für mich die absolute temporäre Freiheit dar.

Doch wie der Titel der Musik “Schmerz” von dotwav verrät, ist der Weg zur Freiheit, falls man diese findet, niemals ohne Schmerzen, doch wenn man sie erreicht hat friedlich.

© 2018 by LINUS STUEBEN